Westernschießen

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Lets saddle up and play the Game...Cowboy!

BDS-Westernschiessen
im Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V.

Stain Less Steel

1880 Nitro Cartridge (2014 & 2015)

Rahmen

Stain Less Steel

1. Seit wann bist Du bei den Westernschützen und was hat Dich dazu gebracht?
Im Oktober 2010 habe ich den SURT gemacht.  Bei diesem Lehrgang habe ich einen ehemaligen Vereinskollegen aus einem anderen Sportschützenverein getroffen.  Dieser war bereits Mitglied in einem Westernschützenverein und so habe ich mir das Westernschießen „live“ am „Tag der offenen Tür“ in seinem Verein angeschaut.
Diese Art des dynamischen Schießens hat mich direkt begeistert. Als ehemaliger IPSC Schütze fand ich besonders gut, dass nicht der Preis der Waffe im Vordergrund steht sondern das Können des Schützen. Hinzu kam, dass mich die Kombination aus 3 unterschiedlichen Waffenarten und die Herausforderung der unterschiedlichen Stages besonders interessierte.  Im Oktober 2012 habe ich meinen ROI absolviert, um nicht nur an Wettkämpfen teilzunehmen, sondern aktiv zu unterstützen.

2. Was bist Du für ein Jahrgang und wie bist Du zu Deinem Alias gekommen?
Ich bin Jahrgang ´64 und meinen Alias habe ich durch meine Vereinskollegen erhalten.  Hintergrund für den Alias Stain Less Steel ist, dass alle meine Waffen ein stainless oder white finish haben.

3. Bist Du schon in anderen Western-Disziplinen gestartet?
Wenn ja, in welchen und warum hast Du gewechselt?

2011 habe ich als „Greenhorn“ in der Disziplin 1890 begonnen.  Nach einigen Matches habe ich festgestellt, dass mir das einhändige Schießen viel mehr Spaß bereitet. Aufgrund meiner Waffen, ich schieße Kaliber ´45, habe ich mich dann für die Kategorie 1880 NC entschieden. Schwarzpulver kam für mich nicht in Frage, da mich das „Waffenputzen“ nach jedem Match abschreckte.
Außerdem schieße ich seit 2012 die BDS Disziplin 97/11. In dieser Disziplin wurde ich Deutscher Meister 2013 „traditional“ und Vizemeister 2014.

4. Welche Waffen  benutzt Du?
Ich schieße Revolver „Colt Piettas“ 4 ¾ für 399 Euro das Pärchen vom „Wühltisch“, gekauft bei  Frankonia.  Sie schießen wie „Gift“ und halten bis heute. Anfänglich einen“ UHR  1866“ 45 LC, von Boogie überarbeitet, eine traumhafte Waffe,  die aber nicht zu meinem Alias passt. Dennoch habe ich mit ihr traumhafte Matches geschossen und sie wird immer in meinem Besitz bleiben.  Seit Dezember 2013 schieße ich einen“ UHR Uberti 1873“ 45 LC in white finisch  mit schwarzer Schäftung,  von mir selbst überarbeitet.  Meine Doppelflinte ist eine „Trailboss“ von Pioneer Arms. In ihrem Finish wurde sie von „The Duke“ überarbeitet, damit ich meinem Alias treu bleibe.
In der Disziplin 97/11 schieße ich eine“ Colt MK IV“ vernickelt in 45 ACP und einen Vorderschaftrepetierer  „Norinco 1897“ white finish, schwarze Schäftung. Beide Waffen wurden von mir selbst überarbeitet.

5. Ausrüstung Gunrig?
Um es kurz zu machen, alles von Bernie Black Beaver, individuell nach meinen Wüschen gefertigt.

6. Wie und wie oft trainierst Du?
Ich trainiere alle 14 Tage zwei Stunden in meinem Verein „Cologne County Western Shootists“.

7. Was würdest Du einem Anfänger in diesem Sport raten?
Aus eigener Erfahrung gebe ich allen Anfängern den Tipp, sich von erfahrenen Schützen beraten zu lassen. Dies beziehe ich sowohl auf den Kauf von Waffen, als auch auf Ausrüstung und die Wahl der Disziplin.  Das tolle am Westernschießen ist, dass erfahrene Schützen Anfängern mit Rat zur Seite stehen, und ihnen auch eigene Waffen zur Verfügung stellen. Somit hat jeder Anfänger die Möglichkeit, Erfahrung mit unterschiedlichen Waffen zu sammeln und wertvolle Anregungen und Tipps zu erhalten.
Im Vordergrund steht aus meiner Sicht jedoch immer die sichere Handhabung der Waffen und der Spaß.  Mit einem „freien Kopf“ und keinem Erfolgszwang erzielen sich die besten Ergebnisse!

8. Persönliche Anmerkungen?
Das Westernschießen empfinde ich, als eine eigene Art des sportlichen Schießens. Dies mache ich daran fest, dass es gemeinsame Siegerehrungen gibt, dass die Wettkämpfe überregional stattfinden und dass ich auf den Matches immer bekannte Gesichter treffe. Hier steht nicht der Konkurrenzkampf im Vordergrund sondern die Freude des gemeinsamen Hobbys. Dennoch ist das Westernschießen keine  Spaßveranstaltung, sondern fordert dem Schützen besondere Fähigkeiten wie Konzentration, sicherer Umgang mit der Waffe und Körperbeherrschung ab. Schade finde ich persönliche, dass diese Form des Sports immer noch nicht die notwendige Anerkennung in der Öffentlichkeit hat. Deshalb ist es mir ein Anliegen, Meinungen wie „das sind Spinner, die sich verkleiden und Wilder Westen spielen“ zu revidieren.

 

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