Westernschießen

hand

Lets saddle up and play the Game...Cowboy!

BDS-Westernschiessen
im Bund Deutscher Sportschützen 1975 e.V.

Cutter

1890 Frontier Cartridge Gunfighter (2016)

Rahmen

WernerGoelzer_2016_1890FCGF

1. Seit wann bist Du bei den Westernschützen und was hat Dich dazu gebracht?
Seit Herbst 2011, und ich bereue nicht schon viel früher zum Westernschießen gekommen zu sein.

2. Was bist Du für ein Jahrgang und wie bist Du zu Deinem Alias gekommen?
 Jahrgang 1970
Durch einen Zusammenschnitt aus Trainingseinheiten, der gut ankam.

3. Bist Du schon in anderen Western-Disziplinen gestartet? Wenn ja, in welchen und warum hast Du gewechselt?
Ja, aber eigentlich immer im geliebten DD bzw.  Gunfighter-Stil. Ausnahmen waren Starts in 1880 und 1880 NC, weil  es vorübergehend nicht mehr möglich war die 1880 im GF-Stil zu schießen. Gunfighter und Frontier Cartridge Gunfighter sind tolle Klassen, keine Frage. Die Vorstellungen beim Begriff  „Westernschießen“ sind aber noch mehr in den ausschließlich in Deutschland verankerten Disziplinen 1870 und 1880 umgesetzt.   Die größte Anforderung an den Schützen und den mit Abstand meisten Spaß sehe ich dabei in der 1880 GunFighter  (BP), frühere Bezeichnung 1880 DD. Diese  Ansicht vertrete ich nicht alleine. Alle elf DM-Starter in der FCGF haben sich ein freiwilliges Upgrade - im Rahmen der gültigen SpO - nach den strafferen Regeln der 1880 gegönnt.

4. Welche Waffen benutzt Du? Besonderheiten?
Revolver: Pietta Tombstone , 5,5" Lauf, Kal. .44-40 WCF
Nicht zu verwechseln mit dem Tombstone II, der wegen des Bisley-Hammer in der Disziplin 1880 nicht zugelassen ist. Diese Colt SAA 1873 Replika ist mit dem  größeren Griff des Vorgängers Colt 1860 Army Perkussionsrevolver ausgestattet. Diese Änderung ist historisch belegt, der große Griff liegt aber nicht jedem.

Hahnflinte: Chaparral Arms Replika der Colt 1878 Coachgun,  Kal. 12/76

Rifle: Uberti, Replika der Winchester 1873,  Achtkantlauf, 20", Rifleschaft gekürzt, Kal. .44-40 WCF

Alle Waffen von mir selbst gängig gemacht.

5. Ausrüstung Gunrig?
Das Gunrig  mit den in der Disziplin 1880 zugelassenen Holster ist von Bernie Black Beaver.

6. Wie und wie oft trainierst Du?
Dieses Jahr hauptsächlich Trockentraining zuhause, dafür aber so viele kleine und große Wettkämpfe wie nur irgend möglich. Fehler und Schwächen die im Match offenbart werden bleiben bestens im Gedächtnis.

7. Was würdest Du einem Anfänger in diesem Sport raten?
Erste Eindrücke gesammelt?
Sprich vor irgendwelchen Entscheidungen und Käufen unbedingt mit möglichst vielen Schützen der unterschiedlichen Klassen und Disziplinen. Für  manche ist es nicht einfach (noch) fremde Leute anzusprechen, gefühlt „auszuquetschen“. Westernschützen sind enorm hilfsbereit, siehe dazu das Interview vom letzten Jahr.

8. Persönliche Anmerkungen
Vergiss nie wer und dass  man dir zu Beginn mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Hilf du später Neulingen in diesem tollen Sport.

1890 Double Duelist (2015)

1. Seit wann bist Du bei den Westernschützen und was hat Dich dazu gebracht?
Seit Herbst 2011, und bereue nicht schon viel früher zum Westernschießen gekommen zu sein. Der "Wilde Westen" hat früh fasziniert. Cowboys, Indianer, Pferde, Büffel, Planwagen und Unterhebelrepetierer....Letztere werden auf der 50-Meter- Bahn aber einfach nicht artgerecht ausgeführt, und ich wollte was Dynamisches machen. Bei einem Besuch in P-Burg hat Long English mich dann mit Sicherheitsregeln, Abläufen und Infos rund ums Westernschießen so abgefüllt, wie es in 2 Stunden nur irgend möglich war.

2. Was bist Du für ein Jahrgang und wie bist Du zu Deinem Alias gekommen?
Jahrgang 1970.
Ganz zu Beginn wollte ich mich mit einem kurzen Videoclip ihrer Trainingseinheit bei zwei  Vereinsmitgliedern bedanken. Der kam gut an und deshalb wurde der Vorschlag „Moviecutter“ gemacht. Da mir "Movie" nicht in die damalige Zeit passte blieb es bei Cutter.

3. Bist Du schon in anderen Western-Disziplinen gestartet?
Wenn ja, in welchen und warum hast Du gewechselt?

Ja, aber eigentlich immer im geliebten DD bzw.  Gunfighter-Stil.  Gewechselt habe ich nicht, das lief parallel. Zuerst die  1890 DD BP, welche seit Anfang diesen Jahres als FCGF auch international geschossen wird. Nachdem ich die geforderten Waffen und Ausrüstungsgegenstände nutzen konnte, auch 1880 DD. Die 1880 DD hat mir dabei am meisten Spaß gemacht. Leider  wurde ausgerechnet die mit der neuen  SPO gestrichen, was mich so richtig kalt erwischt hat.

4. Welche Waffen  benutzt Du?
Pietta Tombstone II , 5,5" Lauf, Kal. .357/38SPL, ohne Short Stroke
Diese Colt 1873 Replika ist mit dem  größeren Griff des Vorgängers Colt 1860 Army ausgestattet.

Boito Coach Gun  Kal. 12/70
Das Recoilpad wurde durch eine gerade Messingplatte ersetzt... es wurde nach Besonderheiten gefragt, nicht nach Verbesserungen ;-)

Uberti Short Rifle, Achtkantlauf, 20"
Rifleschaft gekürzt, SS 3rd Gen

Alle Waffen von mir selbst gängig gemacht.

5. Ausrüstung Gunrig?
Alle CAS-Gunrigs und Zubehör sind von Bernie Black Beaver.
Einzelne, sehr schöne Stücke, habe ich von Peter Thum und Rolf Dannemann, sowie Hobbyisten Arbeit aus dem eigenen Verein.

6. Wie und wie oft trainierst Du?
Western-Schießtraining:
Zweimal pro Monat spez. CAS-Training. 
In meinem Bundesland gibt es seit Jahren keine einzige Möglichkeit mehr CAS zu trainieren. Bei den Western-Disziplinen bedeutet Schießtraining  deshalb (weit) fahren. Im Verein  Mannheimer Western Shooter werden dabei  größtenteils komplette Stages wie in einem Matchablauf trainiert. Dazu kommen noch die Wettkämpfe, welche ich ebenfalls als Training betrachte. Waffen-  und Munitionstests (Messungen mit dem Chrono) mache ich auf dem normalen Stand vor Ort.

Trockentraining:
Zu Hause in den eigenen vier Wänden in aller Ruhe. Gerade wenn es mit dem Schießstandbesuch, aus welchen Gründen auch immer, mal nicht geklappt hat. Im Winter, wenn man eine neue Waffe hat, wenn man in eine Disziplin neu einsteigt oder  eine besondere Schwachstelle hat. Das Trockentraining zu Hause muss  nicht lange sein, nur wenige Minuten reichen, aber häufig und konzentriert.

7. Was würdest Du einem Anfänger in diesem Sport raten?
Die aus gutem Grund oft sehr ähnlichen  Antworten, welche die Deutschen Meister  schon 2014 unter diesem Punkt gegeben haben, wären auch das was ich dir zuerst sagen würde. Deshalb möchte ich hier etwas mehr ins Detail gehen.

- Erfahrene Schützen bei Fragen ansprechen:
Keine Hemmungen, es lohnt sich.
Meine Schüchternheit hat damals Horseman geknackt und mich genötigt, den mir bis dato noch nie begegneten Lyoner Dundee anzurufen. Der zeigte sich keineswegs von meinen Fragen genervt, sondern absolvierte in der Mittagspause des ersten gemeinsamen Matches (statt in Ruhe zu essen) mit mir auf der Stage eine Runde Trockentraining - bei strömendem Regen.
Cowboys helfen Cowboys.

- Meinungsaustausch:
Passt schön zum vorangegangenen Punkt.
CAS ist keine Eigenbrötlerveranstaltung. Sich über Themen rund ums Westernschießen mit erfahrenen Schützen zu unterhalten hilft dir den für dich richtigen Weg in diesem tollen Sport zu finden. Für mich war es enorm hilfreich die Standpunkte von Long Enlish, Horseman, Lyoner Dundee, Gerry Ringo, Hell Hound, Mr. Voodoo u.a. mit der eigenen Meinung zu vergleichen und ggf. neu zu überdenken. Daran hat sich nicht wirklich etwas geändert. Deren Sicht der Dinge interessiert mich noch immer.

- Zeit & Geld:
Von beidem braucht es im Vergleich zu den statischen Disziplinen mehr, wenn man ins CAS einsteigt. Für mich bedeutet fast jedes Schießtraining einen halben Tag Urlaub, Fahrerei und ich habe erst jetzt nach 4 Jahren alles wirklich Nötige für meine Disziplinen zusammengekauft.  Das Startgeld bei Matches ist deutlich höher und trotzdem arbeitet jeder, wenn er nicht gerade selbst dran ist, um einen reibungslosen Ablauf für die Posse zu ermöglichen.
Westernschießen ist das alles wert!
Wird der Lebenspartner dann plötzlich auch noch  von der eigenen Begeisterung infiziert, wird’s noch mal aufwändiger – und schöner.

8. Persönliche Anmerkungen?
Mir, und zahlreichen anderen Vereinsmitgliedern, hat Long English mit viel Zeitaufwand und Herzblut das Westernschießen ermöglicht.
DANKE, Gerhard!

 

bdsnet
Impressum
Design by Olli the Kid, 2009